Metz, mon amour

 

Metz ist ein kulturelles und kulinarisches Zentrum im Vier-Länder-Eck Belgien, Luxemburg, Frankreich und Deutschland. Ein ideales Reiseziel, um französische Lebensart zu genießen.

Wer Frankreich mit allen Sinnen erleben möchte, ist in Metz goldrichtig. Die grenznahe Stadt im Nordosten Frankreichs bietet viel, was das Leben lebenswert macht. Das kulturelle und kulinarische Angebot ist ebenso vielfältig wie Sport- und Freizeitaktivitäten. Die Stadt entwickelt sich ständig weiter, ohne ihr Gesicht und ihren Charme zu verlieren.

Kirche und Kulinarisches

Schon die Sehenswürdigkeiten allein rechtfertigen einen mehrtägigen Aufenthalt. Zentrales Monument ist die Kathedrale Saint-Etienne. Der Sandsteinbau ist vor allem bei Sonnenschein und abends sehenswert. Dann nämlich leuchten die farbigen Kirchenfenster besonders intensiv, allen voran die von Marc Chagall, Jean Cocteau und Jacques Villon. Deshalb wird sie auch die „Laterne Gottes“ genannt. Mittags dort zu sein ist perfektes Timing. Denn in unmittelbarer Nähe der Kathedrale finden sich nicht nur Cafés und Restaurants, sondern auch der Marché Couvert, einst Bischofspalast, jetzt Markthalle.

Herzlichkeit und regionale Küche

An den Verkaufsständen werden alle Sinne verwöhnt. „Chez Mauricette“ bietet regionale Spezialitäten direkt zum Verzehr. Der „Assiette Lorraine“ für zehn Euro, wahlweise mit kalten oder warmen Zutaten, ist immer eine gute Entscheidung. Herzhafte lothringische Küche zum kleinen Preis, dazu ein regionaler Wein, lecker! Die Herzlichkeit der Einheimischen gibt es kostenlos dazu. Zur besseren Verdauung einen Espresso? Hier heißt er einfach nur Café. Oder einen Mirabellenschnaps. Lothringen ist berühmt für seine Mirabellen, die regionale Küche ohne die kleinen gelben Pflaumen undenkbar. Immer Ende August wird ihr sogar ein eigenes Fest gewidmet.

Historie und Moderne

Metz hat eine wunderbare lebendige Innenstadt. Modeboutiquen, Schuhläden, Galerien, Bistros, Restaurants und die allgegenwärtige Historie machen die Shoppingtour zu einem abwechslungsreichen Erlebnis. Jeder Stadtteil hat sein eigenes Flair. Charmant wurden historische und moderne Gebäude miteinander verwoben. Werden die Füße müde, schafft das „La Face Cachée“ in der Rue du Lancieu Abhilfe. Man lässt sich auf einen Rollhocker fallen und kann nach Herzenslust nach Tonträgern stöbern. Vorausgesetzt, man ist Liebhaber französischer und internationaler Musik auf Vinyl, CD und DVD und stets auf Schnäppchensuche. Oder man schaut bei „Nature et Découvertes“ in der Rue des Clercs vorbei. Der Laden ist ein Abenteuer für sich und entspannt mit ätherischen Düften und esoterischer Musik.

Kunst und Kultur

Erfrischt kann die jüngste Attraktion der Stadt angegangen werden: das Centre Pompidou-Metz, Museum für Kunst und kulturelle Veranstaltungen. Erreichbar zu Fuß, auf einem Leihfahrrad, genannt Vélomet oder mit der Mettis, einem einer Straßenbahn ähnelnden Hybridbus. Drei quadratische Ausstellungsgalerien sind von einer organisch anmutenden, über ein Holzskelett gespannten Membran überdacht. Der Bau entstand hinterm Bahnhof und gewinnt zusehends den Anschluss zur City. Wenn in der Innenstadt das hektische Getrippel von Schuhabsätzen einem entspannten Gemurmel weicht, geht es zum gemütlichen Teil des Tages über.

Lyon in Metz

Mit einem Aperitif in einem Restaurant läutet man den Abend ein. Der Place Saint-Louis empfängt die Gäste mit italienischem Flair. Man diniert unter den Arkaden oder unter freiem Himmel, je nach Wetter. Seit 1874 steht das „Georges a la Ville de Lyon“ in der Rue de Pique für raffinierte lothringische Küche. Angesichts der überaus schmackhaften Gerichte ist das „Trou Lorrain“, ein Mirabellensorbet in Mirabellenschnaps, eine köstliche Erfrischung für zwischendurch. Das „Ville de Lyon“ gehört wie „Chez Mauricette“ dem Netzwerk „Tables des Rabelais“ an. Gastronomen, Nahrungsexperten und -erzeuger haben sich zusammengeschlossen, gemeinsam die französische Lebensart und regionale Produkte zu pflegen.

Alle wichtigen Infos für einen Besuch in Metz, auch in deutscher Sprache:

Titelbild: Oliver Wessel

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