Sicherheit zum Nachrüsten

Fehlerströme gefährden Menschen und Tiere. Gerade ältere Gebäude, die noch nicht über FI-Schutzschalter verfügen, können einfach und preiswert nachgerüstet werden.

Schon der Gedanke an die Tat ist hinterhältig: den unter Strom stehenden Fön in die wassergefüllte Wanne zu werfen, um die badende Person ins Jenseits zu befördern. Filmszenen wie diese kommen vor, rufen aber eher ein Lächeln statt Schaudern hervor. Denn in modernen Haushalten ist dieses Szenario undenkbar. Kaum, dass der Fön das Wasser berührt, wird auch schon der Strom abgeschaltet. In Bruchteilen von Sekunden unterbricht der Fehlerstromschutzschalter (FI-Schalter, als Abkürzung für F = Fehler und I als Formelzeichen der elektrischen Stromstärke, im Fachjargon RCD = engl. Residual Current Device) den Stromfluss auf allen Polen und verhindert damit, dass jemand zu Schaden kommt.

Unsichtbare und tödliche Gefahr

Fehlerströme stellen eine ernste, unsichtbare und tödliche Gefahr für Menschen und Tiere dar. Sie können durch schadhafte Kabel, defekte Elektrogeräte oder Feuchtigkeit entstehen. Gerät ein Mensch oder Tier in den Stromfluss, wird der Strom durch den Körper Richtung Erde umgeleitet. Das kann zum Tod, mindestens aber zu schweren Verletzungen und Verbrennungen führen. Die als „Sicherungen“ bekannten Leitungsschutzschalter oder Schmelzsicherungen sind keine Lebensretter. Sie reagieren zu langsam. Sie sollen lediglich elektrische Geräte und Installationen bei einem Defekt schützen und Brände verhindern.

Differenz im Stromfluss

Anders der FI-Schalter: Er überwacht den Stromfluss der an ihn angeschlossenen Stromkreise. Elektrische Geräte funktionieren üblicherweise mit einer gleichbleibenden Stromzufuhr: was reingeht, fließt auch wieder ab. Berührt ein Lebewesen ein Strom führendes Bauteil oder eine frei liegende Litze, entsteht eine Differenz im Stromfluss. Schon bei einer Abweichung von 30 mA reagiert der FI-Schalter und unterbricht den Stromkreis. Zwar spürt der Mensch noch einen Stromschlag. Seine Wirkung ist aber nicht mehr lebensbedrohend. In jedem Falle sollte ein Fachmann hinzugezogen werden, um den Fehler zu beheben.

Gesetzlich vorgeschriebener Schutz

Bei Neubauten in Deutschland ist ein in die Installation integrierter Fehlerstromschutz in Räumen mit Badewanne oder Dusche seit dem 1. Mai 1984 gesetzlich vorgeschrieben. Seit dem 1. Februar 2009 sind zudem alle Steckdosen-Stromkreise mit einem Bemessungsstrom von 20A mit einem Fehlerschutzschalter auszurüsten. In älteren Gebäuden hingegen fehlt der Fehlerstromschutz häufig. Der Gesetzgeber sieht sich hier nicht in der Pflicht.

Einfach nachrüsten

Experten empfehlen daher, Fehlerstromschutzschalter in Altbauten nachzurüsten. Ganz besonders dort, wo das Risiko eines Stromschlags besonders hoch ist: im Bad, im Kinderzimmer, in der Küche und im Außenbereich. Keine große Sache, wenn man sich für die Gira FI-Schutzsteckdose oder den Gira FI-Schutzschalter entscheidet. Die Gira FI-Schutzsteckdose wird einfach anstelle einer alten Steckdose installiert. Sie wird mit dem 230 Volt Hausnetz und mit den übrigen Steckdosen des Raumes verbunden. So ist der Stromkreis in diesem Raum, zum Beispiel dem Bad, abgesichert.

Schutz gegen Stromschlag

Für den Keller oder Außenbereich empfiehlt sich der Gira FI-Schutzschalter. Hier ist das Risiko eines Stromschlags besonders hoch. Gerade beim Rasenmähen, Heckenschneiden oder Werkeln ist ein Kabel schnell mal beschädigt. Kommt Feuchtigkeit hinzu, kann es zu einem Stromschlag kommen. Der Gira FI-Schutzschalter wird in einer Unterputzdose installiert und sichert den Stromkreis des Kellers oder das Erdkabel im Garten ab. Er verhindert, dass Menschen und Tiere bei einem Stromschlag zu Schaden kommen. Als Funktionseinsätze aus dem Gira System 55 können Gira FI-Schutzschalter und Gira FI-Schutzsteckdose mit allen entsprechenden Abdeckrahmen der Gira Schalterprogramme kombiniert werden und fügen sich nahtlos in die Gira Elektroinstallation ein.

Weitere Infos unter www.gira.de

Text: ©Oliver Wessel, Foto: ©gira.de

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